Die Teilnehmer wurden quantitativ und qualitativ befragt. Zusätzlich wurden aktuelle Erfahrungen von Experten aus Therapie und Beratung erhoben. Die Studie hat unter anderem Erkenntnisse geliefert zu soziodemografischen und substanzspezifischen Charakteristika der Konsumenten, den Umständen des Erstkonsums, den Konsummustern sowie den subjektiven Konsummotivationen, Problemeinschätzungen und Meinungen zu möglichen Akteuren und wahrgenommenen Schwierigkeiten. Anhand der Daten ließen sich unterschiedliche Konsumentengruppen differenziert betrachten, die sich hinsichtlich ihrer Konsumumstände sowie den jeweiligen Bedarfen und möglichen Zugängen für präventive Maßnahmen unterscheiden. Somit hat die Studie für Deutschland erstmals wissenschaftlich begründete Hinweise auf unterschliedliche Typen von Amphetamin- und Methamphetaminkonsumenten geliefert.

Das ZIS hat anhand der vielschichtigen Erkenntnisse Empfehlungen für unterschiedliche Maßnahmen der selektiven Prävention vorgeschlagen. Das Studiendesign wurde unter besonderer Beachtung der Maßgabe der Nachhaltigkeit entwickelt. So lassen sich die entwickelten Module des elektronisch umgesetzten Befragungsinstruments sowie die aufgebauten Netzwerke für zukünftige Studien erneut einsetzen, um neue Trends effektiv zu erfassen sowie um Erfolge von implementierten Maßnahmen zu evaluieren. Ebenso ist eine Adaption an andere Substanzgruppen problemlos möglich.